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Wie kann man Heizkosten senken?

Forscher des Fraunhofer Instituts und der TU München sind zu dem Ergebnis gekommen, dass jeder deutsche Haushalt allein durch Änderung des Verbraucherverhaltens jährlich im Durchschnitt etwa 300 Euro Energiekosten einsparen können. Die grundsätzliche Absenkung der Heizkosten durch eine Sanierung des Gebäudes soll an dieser Stelle nicht betrachtet werden. Geld und Energie lassen sich sowohl bei der Heizung als auch bei der Bereitung von Warmwasser einsparen.

Viele Verbraucher in Deutschland neigen dazu, ihre Wohnungen und Häuser zu überheizen.

Mit einer Absenkung der Raumtemperatur um nur zwei Grad können aber bereits Heizkosten in einem dreistelligen Eurobereich gespart werden. Für alle Räumlichkeiten im Haus gibt es Temperaturempfehlungen, die sowohl für die Gesundheit der Bewohner als auch für deren Geldbeutel gut sind. Auch in einem Babyzimmer sollte eine vernünftige Temperatur eingestellt werden, denn Kleinkinder sind empfindlicher als Erwachsene.

Die Temperaturempfehlungen für den Wohn- und Essbereich, für die Küche und das WC liegen in der Heizperiode bei 20 Grad, Kinderzimmer und Babyzimmer sollten 22 Grad, Schlafräume 16 Grad und Bäder 24 Grad haben. Alles, was an Temperatur darüber hinaus geht, ist Verschwendung – sowohl in ökologischer als auch in materieller Hinsicht.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen beim Heizen nicht dazu führen, dass die Räume zu stark auskühlen, denn das erneute Aufheizen führt wieder zu einem höheren Energieverbrauch. So sollte es auch in der Heizperiode vermieden werden, die Temperaturregler der Thermostate der Heizkörper auf null zu stellen, selbst dann nicht, wenn man die Wohnung für mehrere Tage verlässt. Räume, die stark ausgekühlt werden, verbrauchen, um wieder komplett aufgeheizt zu werden, zu viel Energie.

Das richtige Lüften ist ein weiteres wesentliches Thema, dass von vielen Verbrauchern immer noch nicht beherrscht wird. Auch bei starken Minusgraden gehört frische Luft in die Wohnung. Dazu eignet sich das so genannte Stoßlüften, bei dem die Fenster für einige Minuten weit geöffnet werden. Während des Lüftens werden die Heizkörper zurückgedreht. Eine wahre Heizkostenverschwendung ist hingegen das Dauerlüften mit Fenstern in Kipphaltung.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der zur Senkung der Heizkosten beitragen kann, ist die Einrichtung der Wohnung. Heizkörper an der Wand sollten nicht mit Möbeln verstellt oder mit Gardinen verhangen werden, sondern frei stehen, nur dann können sie die Wärme, die sie erzeugen auch optimal an den Raum abgeben.

 

 

 
 
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