Die Fußbodenheizung
Die Geschichte der Fußbodenheizung beginnt bereits zu den Zeiten der Römer. Bei den deutschen Häuslebauern hat sich der Trend zur Fußbodenheizung seit Mitte der Achtziger Jahre immer mehr durchgesetzt. Während das Heizen mit traditionellen Heizkörpern für viele deutsche Verbraucher immer noch Standard ist, bevorzugen besonders Allergiker, wenn sie die Möglichkeit haben, die Fußbodenheizung, weil beim Heizen damit nicht so viel Staub in der Wohnung aufgewirbelt wird, was die Vermehrung der Hausstaubmilbe und die Bildung von Schimmel verhindert.
Fußbodenheizungen erwärmen den gesamten Fußboden und geben die Wärme dadurch gleichmäßig an die Raumluft ab, was dazu führt, dass eine angenehme Wärme im Haus oder der Wohnung entsteht.
Sind die Neubauten gut gedämmt, reicht schon eine Fußbodentemperatur von 23 Grad aus, um den ganzen Raum zu erwärmen. Dadurch ist die Differenz zwischen der Temperatur am Boden und der im gesamten Raum nur sehr gering. Wenn dann durch erhöhte Einstrahlung der Sonne die Raumtemperatur noch zusätzlich erwärmt wird, reguliert sich die Fußbodenheizung selbsttätig und gibt weniger Energie vom Boden ab.
Ein weiterer Vorteil der Fußbodenheizung ist, dass in den Räumen kein Platz für Heizkörper benötigt wird, was dann mehr innenarchitektonische Freiheiten gibt, weil beim Einrichten der Räume nicht auf Heizkörper geachtet werden muss. Bei der Einrichtung kann außerdem ein harmonisches Gesamtbild erreicht werden, weil nicht unattraktive Heizkörper stören.
Wer sein Haus neu plant und baut, kann den Einbau einer Fußbodenheizung als Alternative zu herkömmlichen Heizkörpern relativ einfach realisieren. So gehört die Fußbodenheizung zumindest im Wohnbereich schon in fast 50 Prozent der Einfamilienhäuser, die heute gebaut werden, zum Standard.
Um eine Fußbodenheizung zu installieren, werden Metall-, Kunststoff- oder Verbundrohre über einer Dämmschicht auf dem unfertigen Boden montiert. Darauf wird dann der Estrich gegossen. Besonders gut funktionieren Fußbodenheizungen unter Fliesen- oder Steinböden, weil die Wärme sehr gut geleitet werden kann.
Weniger geeignet sind Holzdielen, Laminat oder manche Teppichböden. Je stärker der Bodenbelag selbst isoliert ist, desto weniger ist er für eine Fußbodenheizung geeignet. Im Fachhandel gibt es allerdings heute schon spezielle Teppichböden, die für Fußbodenheizungen geeignet sind. Diese haben dann einen geringeren Wärmedurchlasswiderstand, sind hitzebeständig und antistatisch. Hier sollte sich der Verbraucher dann entsprechend beraten lassen.